Cyrill Knecht am Seglen
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Kleiner See mit launischem Wind

Punktemeisterschaft Lenzerheide, SUI (15./16. Juni 2013)/
An diesem Wochenende findet die Punktemeisterschaft in der Lenzerheide statt. Viele Laser aus der ganzen Schweiz sind gekommen, um die Regatta auf dem kleinen, anspruchsvollen See zu segeln. Alle drei Klassen (4.7, Radial und Standard) sind mit insgesamt 54 Booten gut vertreten.
Am Samstagmorgen ist der See spiegelglatt. Dies ändert sich gegen den Nachmittag, als Wind von Norden aufkommt. Wir starten eine Regatta. Schon von Beginn an habe ich Mühe, mich auf dem kleinen See zu positionieren. Dank einem Dreher zu meinen Gunsten kann ich mich hinter den Leader Jan setzen. Auf dem Halb– und Vorwindkurs kann ich einiges gut machen: Wir runden die Boje und der Zweikampf auf der Kreuz geht los. Er geht durch die Mitte des Sees. Ich habe die rechte Seit gewählt, um das Feld zu decken. Wegen diesem taktischen Fehler, kann Jan durch einen Dreher und mehr Wind auf seiner Seite seinen Abstand so zu mir vergrössern, dass es unmöglich ist, ihn aufzuholen. Leider entwischt mir nicht nur Jan, sondern auch ein anderer Konkurrent kann die besseren Winde auf der anderen Seite nutzen und kommt kurz vor der Luvboje vor mir auf die Leeline. Nach einem Vorwind, welcher von gegnerischer Seite nicht ganz fair gesegelt wird, kann ich keinen Vortritt bei der Boje erzwingen und muss mich mit Platz drei begnügen. Nach einigen Diskussionen mit dem Gegner sind wir uns einig.
Das nächste Rennen kann nicht gleich gestartet werden, da es an Wind mangelt. Kurz vor 17 Uhr kommt nochmals frischer Wind auf und wir können den zweiten Lauf starten. Auch dieses Mal verpasse ich die richtige Seite am Start. Ich kann mit einigen guten Manövern mehr Speed als die anderen fahren und so meinen Fehler wieder ausgelichen. Ich runde die Boje als Zweiter, wieder hinter Jan. Er liegt das ganze Rennen vor, bis ich mich mit einem guten Überholmanöver vor ihn setzen kann und das Rennen gewinne.
Am Sonntag sieht es zu Beginn gleich aus wie am Samstagmorgen. Doch leider bauen sich andere Winde auf. Die Richtung dreht die ganze Zeit. Einige Segler, darunter auch ich selbst, gehen aufs Wasser um zu trainieren und müssen feststellen, dass es unmöglich ist, die Regatta bei diesen Verhältnissen auszutragen. Es wird noch ein wenig gewartet, bis die Wettfahrtleitung dann endgültig die Regatta beendet. Ich werde insgesamt zweiter mit den Rängen 3 und 1.