Cyrill Knecht am Seglen
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Traumhaftes Training zum Jahresbeginn IV

Trainingslager Südafrika (3.–22. Januar 2014)/
Wie schon in den letzten drei Jahren, hatte ich auch dieses Jahr die Möglichkeit, in Südafrika bei perfekten Bedingungen zu trainieren.
Am dritten Januar startete die Reise in ein unvergessliches und lehrreiches Trainingslager. Die Anreise verlief problemlos und wir trafen wie geplant in der vertrauten Evergreen-Lodge im schönen Stellenbosh ein. Die ersten zwei Tage waren für das Akklimatisierungstraining und den Leistungstest reserviert. Dann, am dritten Tag, konnte ich aufs Wasser. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde ich im Trainingslager von Nic als Haupttrainer trainiert. Für einzelne Technik- und Theorie-Trainings konnte ich noch von zwei sehr erfahrenen Trainern profitieren.
Da uns das Wetter in der ersten Woche einen Strich durch die Rechnung machte, es regnete und stürmte, mussten wir einige Änderungen am Trainingsplan vornehmen. So habe ich in der ersten Woche mehr Athtletik trainiert als geplant, ging dafür aber in nächsten zwei Wochen mehrheitlich aufs Wasser.
Nachdem das Spektakel mit dem regnerischen Beginn des Lagers vorbei war, ziegte sich uns Südafrika von seiner gewohnten, schönsten Seite. Ich konnte optimal bei starken Winden und Sonnenschein trainieren.
Der diesjährige Schwerpunkt meines Trainings in der ersten Woche lag darin, die Ausdauer sowie die Schnellkraft bei Manövern zu trainieren. Dies geschah auf dem gewohnten See Zeekoevlei, welcher schon fast mein Heimrevier ist. Ich merkte, wie ich mich stetig verbessern konnte und es machte Spass, mich bei meinen Fortschritten selber zu beobachten.
In der zweiten Woche wurde dann das Offshore-Segeln trainiert, sprich auf dem offenen Meer gesegelt. Nebst der Aussicht, welche auf den meisten Postkarten von Kapstadt ist, konnte ich bei hammermässigen Bedingungen trainieren, begleitet von Delfinen, Robben und ein paar anderen Fischen, welche ich nicht identifizieren konnte/wollte. Beim Offshore-Training lag der Schwerpunkt bei der Wellentechnik. Anfangs hatte ich noch mühe, doch auch hier konnte ich meine Fortschritte sichtlich spüren.
Dann am Ende des Lagers, also beim zweitletzten Training, passierte etwas, dass nicht hätte sein müssen. Bei einem Manöver habe ich mir einen Muskelfaserriss eingefangen und musste das Trainingslager anders als geplant beenden. Zum Glück war nur noch eine Einheit vorgesehen. Diese wurde jedoch nicht gestrichen. Nic hat mit einem Assistenten extra noch einen sehr lehrreichen und interessanten Theorieblock für mich organisiert, was mit wiederum einiges gebracht hat. Einzig musste ich auf den Leistungstest verzichten und konnte trotzdem vom einem sehr lehrreichen Trainingslager profitieren. Nun bin ich trotz meiner Verletzung, welche aber schon sehr bald wieder verheilt ist, optimal auf die Saison vorbereitet und freue mich schon total, mich an den kommenden Wettkämpfen zu messen.

Alles in Allem war es nicht nur wieder sportspezifisch ein erfolgreiches Trainingslager. Auch dieses Jahr konnte ich mich wieder von der Lebensfreude der Südafrikaner inspirieren lassen, welche mich im Sport und im sozialen Bereich weiterbringt.

Zu guter letzt möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir dieses Trainingslager ermöglicht haben. Ich weiss dies sehr zu schätzen. Dank Eurer Unterstützung durfte ich wieder ein grosser Schritt nach vorne mache und komme meinem Ziel immer näher!

Vielen Dank!